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Geschichte der Philippinen

Geschichtliche Entwicklung der Inselgruppe der Philippinen

Seit der Entstehung der Philippinischen Inseln und der Entwicklung des Menschen bewohnten die Ureinwohner, auch Negritos (eine Volksgruppe des Stammes Aeta) genannt diese Inselgruppen. Sie gehören heutzutage übrigens zu dem fünftgrößten Inselstaat der Welt. Im Laufe der Zeit nahmen mehrere Kulturen Einfluss auf die Ausprägung und Entwicklung der Philippinen. So wanderten immer wieder verschiedene Stämme und Völkergruppen auf die Inseln und verteilten sich in alle Richtungen, aber auch südchinesische Händler hinterließen ihre Spuren, wie kostbares Porzellan, welches erst vor kurzem entdeckt wurde. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts fasste der Islam auf der Insel Fuß. Verschiedene Sultanate wurden erschlossen und es entstanden viele Festungen und Hochburgen mit stark islamischer Ausprägung. Heute sind allerdings 80% der Einwohner katholisch.

Denn mit der Entdeckung der Inseln durch die Spanier im Jahre 1565 änderte sich der Glaube vieler Filipinos. Es wurde eine weitgehend friedliche Bekehrung in Richtung Christentum vorgenommen, die vor allem durch Missionare und Priester durchgeführt wurde. Diese gewannen von Zeit zu Zeit immer mehr an Macht und Einfluss, da sie als Verhandelnde und Botschafter zwischen der philippinischen Bevölkerung und der spanischen Krone dienten.

Viele muslimische Gelehrte und Geistliche konvertierten nach einiger Zeit ebenfalls zum Christentum und gewannen somit bestimmte Privilegien. Bis auf den stark muslimisch ausgeprägten Süden des Landes waren nun weite Teile vom christlichen Glauben geprägt.

Bis zum Anfang des neunzehnten Jahrhunderts wuchs der Seehandel in den umliegenden Gewässern der Philippinen stetig an, bis sich Mexiko von der spanischen Krone distanzierte und somit die Philippinen direkt aus Spanien verwaltet wurden.

Durch verstrickte politische Abhängigkeiten mit dem chinesischen Festland musste der Handel schließlich eingestellt werden. Doch es gelang den Filipinos, am freien Welthandel teilzunehmen und zu konkurrieren, sodass einige Einwohner zu großem Reichtum gelangen und ihre Kinder auf Schulen und Universitäten in ganz Europa schickten.

So nahm der ost-asiatische Handel auch Einfluss auf das europäische Festland. Als 1886 die spanische Revolution in Kraft trat, gab es auch auf den Philippinen große Unruhen. Es entstanden Freiheitsbewegungen, zum Teil angeführt von Studenten und Exilanten, die nun in Europa lebten. 3 Jahre dauerte die philippinische Revolution, welche schließlich im amerikanisch-spanischen Krieg endete.
Die USA schlugen nur allzu schnell die philippinischen Aufstände und deren Streitmacht und kolonisierten nun ebenfalls die philippinischen Inseln. Bis 1942 kooperierten die Philippinen sehr eng mit den USA, doch im 2. Weltkrieg wurden die Inseln von den Japanern besetzt und erhielten erst am 4. Juli 1946 die Unabhängigkeit, jedoch sicherten sich die USA viele wirtschaftliche Sonderrechte.

Bis heute gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen philippinischen Einwohnern. Grund ist fast immer der gespaltene Glaube zwischen Muslimen, Christen und Buddhisten.