Kultur und Tradition der Insel Mauritius

Die Tradition und Kultur der Insel prägt sich in der Musik, Küche und der Sprache

Mauritius hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Im Laufe der Geschichte wurde die Insel durch verschiedene Kolonien in ihrer Kultur beeinflusst.

Zuerst entdeckten die Portugiesen mit Hilfe arabischer Seeleute die Insel für ihre Zwecke, wurden jedoch bald durch Holländer abgelöst und zum Schluss durch die Briten.

Und so sind Kultur und Tradition des Inselstaates Mauritius eine exotische Mischung aus verschiedenen Einflüssen.

Schon bei der Sprache kann man verschiedene Prägungen erkennen. Die offiziellen Amtssprachen sind Englisch und Französisch. Die Sklaven, die damals auf den Zuckerrohrplantagen arbeiteten, haben jedoch ihre eigene Sprache entwickelt, und zwar Kreolisch. Das geschah gegen der Willen der Sklavenhalter, da diese nicht wollten, dass sich die Sklaven untereinander verständigen. Bis heute wird Kreolisch auf der ganzen Insel gesprochen.


Eine volkstümliche Erzählung auf Mauritius ist die Geschichte von Paul und Virginie erzählt vom Leben der damaligen Sklaven. Es handelt sich hierbei um eine tragische Liebesgeschichte, ähnlich der von Romeo und Julia, geschrieben von dem französischen Dichter Jaques-Henri Bernardin de St. Pierre, 1794. Überall auf Mauritius trifft man auf dieses Liebespaar, das keines sein durfte. Restaurants und Denkmäler wurden nach den beiden benannt.

Die Baukunst auf Mauritius hat auch eine eigene Tradition.
Die Kreolen haben beim Bau der Villen der jeweiligen Herrschaften die Grundelemente ihrer eigenen, bescheidenen Häuser einfließen lassen. Diese prachtvollen Villen, die meist von Plantagenbesitzern und Sklavenhändlern bewohnt wurden, sind aus Tropenholz gebaut. Diese Villen sind weiß gestrichen und besitzen meist eine schöne, ebenfalls weiße Veranda.

Die Musik spielt auf Mauritius eine sehr große Rolle.
Eine ganz besondere Art der Musik ist die Sega. Dabei spielt nicht nur die Musik eine Rolle, sondern auch der Tanz und die kreolische Sprache . Es werden oft Geschichten über Sklaven und deren Leiden erzählt.


Es gibt 3 Grundinstrumente: die Ravana, die Maravane und die Triangel.
Triangel kennt sicher jeder. Die Ravane ist zu vergleichen mit einem Tamburin mit Haut überzogen und die Maravane ist nichts anderes als eine mit Körnern gefüllte Dose. Ein viertes Instrument ist die Bobre, eine Art Fidel. Die Sega entstand im 18. Jahrhundert als Ausdruck der versklavten Bevölkerung, Trauermusik und Teufelsaustreibung.
Auch heute noch lebt die Sega, nicht nur als Schauspiel für Touristen, sondern immer noch als Ausdruck des Lebens auf Mauritius.

Auch die indische Musik gehört zur Tradition der Insel Mauritius. Viele Plantagenarbeiter waren schließlich Inder. Häufig erklingen indische Töne in den Gassen und Straßen der Städte auf Mauritius.


Die Küche hat ebenfalls eine eigene Tradition. Sie entstand aus vielen unterschiedlichen Einflüssen aus Indien, China und Frankreich.
Daraus hat sich die einzigartige kreolische Küche gebildet, ein Erlebnis für den Gaumen.