Land und Leute (Bevölkerung, Sprache, Kultur) auf Mauritius

Mauritius ist ein Schmelztiegel der Kulturen, eine bunte Mischung

Bevor die Portugiesen als erste überhaupt Mauritius entdeckt haben, war diese Insel unbewohnt.
Deshalb gibt es auch keine Ureinwohner hier.
Die Bevölkerung ist vielmehr eine gelungene multikulturelle Mischung aus Europäern – wie Portugiesen, Holländer, Briten und Asiaten wie Inder und Chinesen und Afrikanern.

Die Mischung der verschiedenen Kulturen scheint auf Mauritius wirklich funktioniert zu haben. Nirgendwo sonst auf der Welt leben so unterschiedliche Kulturen und Traditionen in so harmonischem Miteinander. Es sind rund 1 Millionen Menschen auf recht wenig Raum.

Die Religionen reichen von Buddhismus über Islam bis hin zum Christentum. Die Religion mit den meisten Anhängern auf Mauritius ist der Hinduismus.

Jeder lebt nach seiner Fasson und niemandem wird die Unterschiedlichkeit zum Verhängnis.
Im Gegenteil, Feiertage der verschiedenen Religionen werden von der ganzen Bevölkerung gefeiert, ob nun das Neue Jahr der Christen, das Frühlingsfest zum Anfang des chinesischen neuen Jahres, das Zuckerfest zum Ende des Ramadan oder das Hindufest Divali im Oktober.
Die Welt sollte sich an dieser gelebten Toleranz ein Beispiel nehmen.

Jede ethnische Gruppe pflegt auch weiterhin ihre Sprache. So kann man hier Hindi, Urdu, Tamil, Mandarin oder Kantonesisch hören.
Trotzdem gibt es keinerlei Verständigungsschwierigkeiten. Die Amtssprache ist Englisch, die gebildete, feine Sprache ist Französisch. Die Sprache aber mit der man sich inselweit verständigt ist eigentlich Kreolisch.

Besonders sehenswert sind vielen kreolischen Häuser, die man auf der gesamten Insel findet. Diese Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind großteils privates Eigentum der Einwohner. Das Chateau du Reduit, ein Prachtstück von einem kreolischen Haus, ist die Residenz des Präsidenten von Mauritius. Einige der historischen Gebäude sind zugänglich für die Öffentlichkeit und werden als Museum genutzt.

Zusammenfassend kann man sagen:
Die Bevölkerung auf Mauritius ist entstanden durch Sklaven aus aller Welt und ihren Familien. Die Herrenmenschen waren in der Minderheit.
Aus dieser bunten Mischung aus Menschen, deren Vorfahren unter sehr schlechten Bedingungen gelebt haben, ist eine Gesellschaft geworden, die sehr lebendig und sehr tolerant miteinander umgeht und lebt.
Vielleicht gerade weil sie in ihrer Geschichte den gemeinsamen Kampf um die Freiheit hatten.

Und vielleicht ist gerade diese Lebensart einer der Gründe, warum immer mehr Menschen mit dem Gedanken spielen auf Mauritius zu leben, also dorthin auswandern zu wollen.